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Karl Glatt fotografiert von Stefan Köser, Frankfurt

Karl Glatt 1986
Foto Stefan Köser, Frankfurt

BIOGRAFIE

Karl Glatt kam 1912 im aargauischen Dorf Magden in der Schweiz zur Welt. Sein Vater war Schreiner und seine Mutter betreute den Familienhaushalt mit fünf Kindern. Als Karl sieben Jahre alt war, zogen sie nach Birsfelden, einem Vorort von Basel, wo Karl zur Schule ging.

 Nach Abschluss der Schulzeit und einem missglückten Berufsbeginn als Grafikerlehrling besuchte er die Malklasse an der damaligen Basler Gewerbeschule. Mit 18 Jahren zog er nach Baden bei Wien und schlug sich anfänglich mit dem Strassenverkauf von Zeichnungen und Bildern durch, bis er, gefördert von Prof. Sterrer, Aufnahme als Student der Wiener Kunstakademie fand.

1934 musste er heimkehren, weil eine akute Lungentuberkulose einen Kuraufenthalt in einem Davoser Sanatorium erzwang. Nach der Entlassung aus dem Sanatorium und nach weiteren Stationen in den Vorarlberger und Walliser Alpen liess er sich in Basel nieder und etablierte sich als Kunstmaler.

Zum engeren Freundeskreis von Glatt gehörten die Maler Coghuf und Max Kämpf. Coghuf, der von Basel in den Jura zog, weckte Glatt's Interesse an den jurassischen Freibergen. Deren Landschaften wurden zu einem dominanten Motiv in Glatt's Landschaftsmalerei.
Mit Max Kämpf teilte er, zumindest zeitweise, die Vorliebe zur Graumalerei. Dieser Malstil war unter den Basler Künstlern in den 30er und 40er Jahren stark vertreten; so auch in der Künstlergruppe 'Kreis 48', der Glatt als Gründungsmitglied angehörte.

Karl Glatt und die Künstler des Kreis 48 feiern

Karl Glatt (rechts neben Gustav Stettler liegend) mit den Künstlerfreunden des Kreis 48 an einem Fest 1984. Vordere Reihe von links: Anton Rebholz, Peter Moilliet, Romolo Esposito, Hans Weidmann, Robert Lienhard, Jean-Francois Comment, Paul Stöckli und zwei Gäste. In der hinteren Reihe das Orchester. Unbekannter Fotograf.

Nach wenigen Jahren verliess Glatt den 'Kreis 48' und trat 1958 der Gesellschaft schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (GSMBA) bei. In stetiger künstlerischer Arbeit entwickelte er seinen persönlichen, figurativen, Malstil weiter und gab sich nie mit dem Erreichten zufrieden. 2003 verstarb er über 90-jährig.

Die Arbeiten Glatt's fanden Anerkennung in Museen und staatlichen Kunstsammlungen und zahlreiche Werke schmücken öffentliche Gebäude der Stadt Basel. Von 1961 bis 1964 war er Mitglied der eidgenössischen Kunstkommission. Der Kanton Baselland ehrte ihn 1995 mit dem Kulturpreis.
Mehr zum Lebenslauf finden Sie bei auf der Webseite art-people.


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